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Victor-Moritz-Goldschmidt-Preis

 

Die DMG verleiht

den

Victor-Moritz-Goldschmidt-Preis

an junge Wissenschaftler/innen für besonders wichtige Arbeiten aus den vorausgangenen fünf Jahren.

 

Preisträger der letzten Jahre

2014 Oliver Nebel (Canberra)

Oliver Nebel erhielt den Victor-Moritz-Goldschmidt-Preis für seine grundlegenden Beiträge auf dem Gebiet der Isotopengeochemie.
Herrn Dr. Nebel war es erstmals möglich, die Bestimmung des 87Rb/85Rb-Verhältnisses mittels ICP-MS gegenüber der Thermionenmassenspektrometrie um bis zu einer Zehnerpotenz zu verbessern. In Kombination mit der Kalibration der Zerfallskonstante von 87Rb gegen die Zerfallskonstanten von 235U und 238U wurden Rb–Sr-Datierungen dadurch erheblich präziser. Durch diese Arbeiten hat Herr Nebel der Rb–Sr-Geochronologie zu neuem Glanz verholfen.
Ferner beschäftigte sich Herr Dr. Nebel mit Subduktionszonenmagmen und, damit verbunden, der Frage, ob die Subduktion von Sedimenten die Quelle von Ozeaninselbasalten in einem solchen Ausmaß kontaminiert, dass sich ein Beitrag des Kerns in der chemischen Zusammensetzung von Ozeaninselbasalten anhand der W-Isotopie bei der gegenwärtigen Präzision nicht mehr erkennen lässt. Es gelang Herrn Dr. Nebel eine Obergrenze von ≈1‰ für den Beitrag des Kerns in der Quelle von Plumes abzuleiten.
Neben den radiogenen Isotopensystemen kommen bei den Forschungsarbeiten Herrn Dr. Nebels auch redox-sensitive stabile Isotope (Mo, Fe) zum Einsatz, die es ermöglichen, beispielsweise der Frage nach dem Redoxzustand der Atmosphäre im mittleren und späten Archaikum nachzugehen.
Mit seinen fundamentalen Arbeiten legte Herr Dr. Nebel das enorme Potential der Isotopengeochemie dar. Seine Arbeiten erlauben Rückschlüsse über die Entwicklung von Erdkruste und Erdmantel über den Verlauf der Erdgeschichte vom Hadaikum bis zur Gegenwart.

2013 Hella Wittmann-Oelze (Potsdam)

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Der Victor-Moritz-Goldschmidt-Preis dient als Anerkennung besonderer wissenschaftlicher Leistungen junger Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler. In Tübingen wurde dieser Preis an Frau Dr. Hella Wittmann-Oelze (Geoforschungszentrum Potsdam) für für ihre grundlegenden Beiträge auf dem Gebiet der Geochemie der kosmogenen Nuklide verliehen. Hella Wittmann-Oelze war es erstmals möglich, anhand kosmogener Nuklide in Flusssedimenten zu dokumentieren, dass die mit geodätischen Methoden bestimmte Hebung der Schweizer Zentralalpen eine Folge der Erosion ist. Hebung und Erosion korrelieren über einen weiten Bereich dieser Raten. Weiterhin gelang es ihr, die in-situ-kosmogene Nuklidmethode in großen Sedimentbecken wie dem Amazonasbecken erfolgreich anzuwenden. Sie konnte rezente und vergangene Sedimentflüsse des Amazonas und seiner Seitenarme quantifizieren und feststellen, dass die gesamte Menge an Sediment, die in den Anden produziert wird, aus dem Amazonasfluss in den Atlantik transportiert wird. Somit ist das Amazonasbecken kein Auffangbecken für Sediment, obwohl es über die weltweit größte Überflutungsebene verfügt. Eher arbeitet es wie ein großer "Stoßdämpfer", der Änderungen im Sedimenttransport abfedern kann. Dieser "Stoßdämpfer" ist in der Lage, auch über verschiedene klimatische Zeitperioden des Holozäns hinweg, die Menge an exportiertem Sediment konstant zu halten. Mit ihren fundamentalen Arbeiten legte Hella Wittmann-Oelze das enorme Potential der In-Situ-Nuklid-Methode dar, mit welchem rezente und vergangene Sedimentflüsse aus terrestrischen und marinen Archiven rekonstruiert und Wechselwirkungen zwischen Fluid und Gestein erforscht werden können.

2010 Sandro Jahn (Potsdam)

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Die Deutsche Mineralogische Gesellschaft verleiht den Viktor-Moritz-Goldschmidt-Preis an Herrn Dr. Sandro Jahn für seine grundlegenden Beiträge auf dem Gebiet der atomistischen Modellierung der Strukturen und Eigenschaften von Mineralen, Silikatschmelzen und Fluiden. Herrn Jahn ist es in besonderer Weise gelungen, nicht nur molekulardynamische und metadynamische Methoden weiterzuentwickeln, sondern sie gezielt als Werkzeuge für das Verständnis geologischer und geodynamischer Prozesse zu nutzen. Seine Arbeiten reichen von der Modellierung fester Phasen im CMAS System bei Bedingungen des unteren Erdmantels über metadynamische Simulationen zur plastischen Deformation und zu Hochdruck-Phasenumwandlungen von gesteinsbildenden Silikaten bis hin zur Molekulardynamik von Modellschmelzen. Mit Hilfe elektronischer Strukturberechnungen und klassischer molekulardynamischer und metadynamischer Berechnungen ist es ihm erstmals gelungen, die displaziven Phasenumwandlungen zwischen Ortho-, Klino- und Protoenstatit als Funktion von Druck und Temperatur zu erklären. Bemerkenswert sind auch seine Arbeiten zur Speziation von Kationen in Hochdruckfluiden. Seine ab initio Modellierungen zeigen, wie sich zum Beispiel die Speziation von Li-Ionen in Fluiden mit Druck und Temperatur ändert, und welche Auswirkung dies auf die Li-Isotopenfraktionierung zwischen Fluiden und Mineralen in subduzierten Platten haben kann, in denen Entwässerungsreaktionen stattfinden. Mit diesen fundamentalen Arbeiten hat Herr Dr. Jahn eine Brücke zwischen atomistischen Berechnungen und grossräumigen, langzeitlichen Stoffflüssen im Erdinneren geschlagen.

2008 Thorsten Kleine (Zürich)

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Die Deutsche Mineralogische Gesellschaft verleiht den Viktor-Moritz-Goldschmidt-Preis an Herrn Dr. Thorsten Kleine. Die Arbeiten von Dr. Thorsten Kleine zu Prozessen in der Frühgeschichte des Sonnensystems und der Erde zeichnen sich in der Methodik durch extreme analytische Präzision sowie inhaltlich durch völlig neue Ansätze und Konzepte aus und haben zu grundsätzlich neuen Erkenntnissen geführt. Methodisch bedient sich Herr Kleine der 182Hf/182W-Isotopensystematik als Altersbestimmungsmethode, die er in seiner Arbeit auch fortentwickelt hat. Ein wichtiger Befund seiner Dissertation war, dass das 182W/184W- Verhältnis der Erde nicht chondritisch, sondern um zwei e-Einheiten höher ist. Das Bildungsalter des Erdkerns ist demnach jünger als bis dahin allgemein angenommen. Diese in NATURE publizierten Ergebnisse gelten heute als Referenz für alle Messungen des Hf/W-Systems. Insgesamt spannen die Arbeiten von Herrn Kleine einen thematisch weiten Bogen von Modellrechnungen zur Akkretionsgeschichte und Kernbildung der Erde über Hinweise auf sehr frühe Kernbildung in Kleinplaneten und späte Akkretion von Chondriten-Mutterkörpern, die thermische Geschichte von Eukriten bis hin zum Alter des Mondes. In völliger Umkehrung bisheriger Vorstellungen zeigte er, dass Eisenmeteorite älter sind als Chondrite. Diese Erkenntnis wird von Astrophysikern zunehmend zum Anlass von Modellen über die Entstehung der ersten Asteroide im Sonnensystem genommen. Mit Herrn Dr. Kleine ehrt die Deutsche Mineralogische Gesellschaft einen äusserst produktiven und innovativen jungen Wissenschaftler, der international hohes Ansehen genießt.

2007 Thomas Zack (Heidelberg)

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Die Deutsche Mineralogische Gesellschaft verleiht den Viktor-Moritz-Goldschmidt-Preis an Herrn Dr. Thomas Zack für seine Beiträge zum Verständnis der Subduktionsmetamorphose und insbesondere für seine Arbeiten zur Isotopie von Lithium und die Ei¬chung eines neuen Thermometers für Eklogite. Seine Forschung klärt relevante Spurenenelementsignaturen auf. Herr Dr Zack studierte ausführlich das Verhalten von Li-Isotopen während der Ent¬wäs¬serung der subduzierten Ozeankruste und seine Ergebnisse gelten als Referenz für spätere Arbeiten in diesem wachsenden Forschungsgebiet. Seit Jahren suchen Petrologen nach verlässlichen Thermobarometern für Eklogite und Herrn Dr Zack gelang es, solch ein Thermobarometer basierend auf Spurenelementen einzusetzen. Die von ihm entwickelten Methoden werden bereits von zahlreichen Arbeitsgruppen aufgenommen und angewandt. Herr Dr Zack hat äußerst erfolgreich in der magmatischen Petrologie und metamorphen Geologie gearbeitet und sich durch herausragende wissenschaftliche Leistungen national und international hohe Anerkennung erworben.

2006 Andreas Audétat (Tübingen)

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Die Deutsche Mineralogische Gesellschaft verleiht den Viktor-Moritz-Goldschmidt-Preis an Herrn Dr. Andreas Audétat für seine Beiträge zum Verständnis magmatisch-hydrothermaler Erzlagerstätten. Durch die von ihm an der ETH Zürich mit entwickelte Methode zur Untersuchung einzelner Flüssigkeitseinschlüsse mit Hilfe von Laser-Ablation-ICP-MS konnte er in vielen Fällen die Evolution der Fluid-Zusammensetzung während der Kristallisation eines Plutons genau rekonstruieren. Herr Audétat konnte mit seinen Untersuchungen erstmals direkt im Gelände eine Reihe von Phänomenen nachweisen, die man bisher immer nur aus theoretischen Überlegungen heraus vermutet hatte, wie etwa (i) die extreme Anreicherung von Spurenelementen wie Sn, Cu oder Au in Fluiden bis zu mehreren 1000 ppm, (ii) den dominierenden Einfluß von Halogenen auf die Spurenelementanreicherung im Fluid und (iii) die Bedeutung der Entmischung von wässrigen Fluiden in Gasphase und Salz-reiche Lösungen für die Fraktionierung und Anreicherung von Spurenelementen. Herr Audétat hat mit seinen Arbeiten wesentlich dazu beigetragen, die Brücke zwischen Geländebeobachtung, experimentellen Studien und theoretischen Vorhersagen in der Lagerstättenforschung zu schließen. Die von ihm entwickelten Methoden werden bereits jetzt von zahlreichen Arbeitsgruppen aufgenommen und angewandt. Neuere Arbeiten von Herrn Audétat beziehen sich auf die Eigenschaften von Fluiden im Erdmantel. Sie zeigen, dass wässrige Fluide im Erdmantel selbst dann, wenn sie sehr reich an gelösten Silikaten sind, eine verblüffend niedrige Viskosität haben, was für das Verständnis subduktions-bezogener magmatischer Prozesse von fundamentaler Bedeutung ist.

2005 Mario Trieloff (Heidelberg)

aus der Laudatio: "Methodisch liegt sein Schwerpunkt auf der Messung von Edelgas-Isotopenverhältnissen in terrestrischen und extraterrestrischen Mineralen und Gesteinen. So konnte er u.a. mittels hochpräziser 40Ar-39Ar- und 244Pu-Spaltspuren-Thermochronometrie an verschiedengradig metamorphen H-Chondriten zeigen, dass deren Mutterkörper sich sehr schnell aufgeheizt hat, wahrscheinlich durch inkorporiertes 26Al, das mit einer Halbwertszeit von ca. 0,7 Ma zu 26Mg zerfiel und bereits nach einigen Millionen Jahren im frühen Sonnensystem nicht mehr vorhanden war. Der damit erbrachte Nachweis, dass sich Asteroide bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Sonnensystem gebildet haben, stellt einen grundlegenden Beitrag zur Rekonstruktion der Entwicklung des Sonnensystems dar."

2004 Andrea Koschinsky (Bremen)

aus der Laudatio: "Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit gelösten und an Festkörper gebundenen Schwermetallen im Ozeanwasser: dem Verhalten dieser Metalle unter verschiedenen Redoxbedingungen, deren Einbau in marine Sedimente, und ihrer Alteration durch diagenetische Prozese (...). Die Ergebnisse der Arbeiten von Frau Koschinsky finden Anwendung in der marinen Geochemie, in der Lagerstättenkunde und den Teilen der Isotopengeochemie, die Fe-Mn-Krusten als Zeitarchiv nutzen. Frau Koschinsky verfügt außerdem über beträchtliches Organisationtalent: sie hat an zehn SONNE- und METEOR-Forschungsfahrten teilgenommen, war Fahrtenleiterin auf einer Forschungsfahrt und auf zwei weiteren stellvertretende Leiterin."

2003 Carsten Münker (Münster)

aus der Laudatio: "Besonders wichtige wissenschaftliche Beiträge hat [Carsten Münker] zur Genese von Magmen an Subduktionszonen sowie zur zeitlichen Analyse von Subduktionssystemen geleistet. Aufgrund verbesserter bAnalysemethoden konnte Herr Münker Unterschiede in Nb/Ta-Verhältnissen von Erde, Mond und Meteoriten nachweisen und daraus wesentliche Erkenntnisse für die Entstehung des Mondes gewinnen. Die Untersuchungen von Hf-Isotopen ergaben, daß die Erde schon vor 4,4 Ga eine, wenn auch volumenmäßig geringe, kontinentale Kruste hatte."

2003 Falko Langenhorst (Bayreuth)

aus der Laudatio: "Herr Langenhorst ist ein international angesehener Mineraloge, der sich seit vielen Jahren mit der Untersuchung von Impaktgesteinen im Labor und im Gelände beschäftigt. (...) Die wichtigste von Herrn Langenhorst angewandte Untersuchungsmethode ist die Transmissionselektronenmikroskopie. Sowohl bei der Untersuchung der Mikrostruktur geschockter Minerale als auch in der Weiterentwicklung der analytischen Methodik hat Herr Langenhorst wesentliche Beiträge geleistet, die entscheidende Fortschritte für die Transmissionselektronenmikroskopie darstellen."

2002 Astrid Holzheid (Münster)

aus der Laudatio: "Experimentelle Arbeiten über Metalloxide in Silikatschmelzen, auch bei sehr hohen Drücken, die Frau Holzheid zunächst in Köln und später am Massachussetts Institute of Technology und am Bayerischen Geoinstitut durchgeführt hat, haben zu wichtigen neuen Erkenntnissen über den Mechanismus der Entstehung des Erdkerns geführt. Als wichtigste Arbeit von Frau Holzheid ist zweifellos die Bestimmung der Metall-Silikat-Verteilungskoeffizienten hochsiderophiler Elemente unter Erdmantelbedingungen anzusehen. (...) Auffallend an dem Lebenslauf von Frau Holzheid sind ihre zahlreichen erfolgreichen Aufenthalte an den verschiedensten Forschungseinrichtungen in Deutschland, Schottland und in den USA, die allesamt zu beachtlichen wissenschaftlichen Ergebnissen geführt haben."

2000 Marcus Nowak (Hannover)

aus der Laudatio: "Herr Nowak hat durch seine Untersuchungen zu den Löslichkeitsmechanismen von Wasser in Modellsystemen bahnbrechende Arbeiten zum Verständnis der Eigenschaften natürlicher Magmen geleistet. Durch die Entwicklung einer Hochtemperatur-Meßzelle konnte er erstmalig Infrarotspektren silikatischer Schmelzen unter realistischen Bedingungen messen und damit die in-situ-Speziation von Wasser bestimmen. (...) [Marcus Nowak hat] durch seine experimentellen Arbeiten unsere Kenntnis des Einflusses von flüchtigen Bestandteilen in natürlichen Magmen auf Viskosität, Phasengleichgewichte und Diffusion entscheidend vorangebracht und damit die Grundlage für ein quantitatives Verständnis der Dynamik von Vulkaneruptionen gelegt."

1999 Thomas Stachel (Frankfurt)

aus der Laudatio: "Thomas Stachel erkannte früh, daß der Schlüssel für ein besseres Verständnis der Entstehung von Diamanten im Erdmantel in den syngenetischen Mineraleinschlüssen der Diamanten zu suchen ist. Aufbauend auf zahlreichen, sorgfältig erstellten Daten zum Spurenelementinventar der Einschlußminerale sowie auf Eregebnissen zur Isotopie von Kohlenstoff und Stickstoff und zur Stickstoff-Aggregation in den Wirtsdiamanten hat Thomas Stachel ein neues Bild von der Entstehung von Diamanten und insbesondere von der Evolution des subkratonischen lithosphärischen Mantels entwickelt. Dieses Szenario faßt die Subduktion archaischer Ozeankruste, ihre Metasomatose durch Methan-reiche Fluide und die Bildung refertilitisierter Lherzolithe und der Diamanten zusammen."

1998 Björn Winkler (Kiel)

aus der Laudatio: "Herr Winkler hat in den vergangenen Jahren pionierhafte Beiträge zum Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften von Mineralen geleistet. Nach sehr erfolgreichen experimentellen Studien zur Dynamik schwingungsmechanisch sehr selbständiger Moleküle - meist H2O - im Käfig oder Kanal von Wirtsstrukturen unter Anwendung einer originellen Kombination von Neutronenstreuung, Röntgendiffraktometrie, dielektrischer Verlustmessung und Ramanstreuung hat er sich inzwischen dem sehr jungen Forschungsgebiet der "Computational Mineralogy" zugewandt und ist hier durch hervorragende wissenschaftliche Publikationen und außergewöhnliche Initiativen zu einem der führenden Vertreter dieses Gebiets in Deutschland geworden."

1997 Anton Eisenhauer (Göttingen)

aus der Laudatio: "Herr Dr. Eisenhauer hat durch geochemische Untersuchungen an Korallen und Mangankrusten wegweisende Beiträge zur Rekonstruktion von Paläoklimata und Klimaveränderungen geleistet. (...) Dr. Eisenhauers Untersuchungen an Korallen zur Bestimmung der Meeresspiegelschwankungen haben wesentliche neue Erkenntnisse zum globalen Wasserhaushalt der Ozeane und der Eiskappen während der letzten Warm- und Kaltzeiten beigesteuert. (...) Durch die Preisverleihung ehrt die Deutsche Mineralogische Gesellschaft Herrn Anton Eisenhauer als herausragenden Geochemiker, der (...) der geochemischen Forschung in Deutschland einen wichtigen Forschungszweig eröffnet hat."

1997 Alan B. Woodland (Heidelberg)

aus der Laudatio: "Die Arbeiten von Alan Woodland beschäftigen sich mit Redox-Reaktionen gesteinsbildender Minerale, und zwar sowohl unter experimentellen als auch theoretischen Gesichtspunkten und in Anwendung auf reale natürliche Mineralvergesellschaftungen. (...) Beeindruckend an der Leistung von Alan Woodland ist die große Breite seines Forschungsansatzes und der zur Lösung von Problemen eingesetzten Methoden. (...) Durch die Preisverleihung zeichnet die Deutsche Mineralogische Gesellschaft Herrn Dr. Alan Woodland als hervorragenden Mineralogen aus, dessen innovative Arbeiten für verschiedene Teildisziplinen der Mineralogie wie Geochemie, Petrologie und Kristallographie von Bedeutung sind (...)."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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